Termine:

06. Mai 2018, 14:00 Uhr
Wanderung über den Mainzer Sand

Die Schutzgemeinschaft Laurenziberg e.V. (SGL) bietet am 6. Mai 2018 um 14:00 Uhr eine geführte Wanderung über das einzigartige Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“ an.

Der Mainzer Sand zählt zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten in Europa. Es ist als FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet geschützt und gehört zum europäischen Naturerbe. Aufgrund seiner klimatisch günstigen Lage und den kalkhaltigen Flugsanden konnte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna erhalten. Es handelt sich um eine postglaziale Reliktflora mit Arten, deren Hauptverbreitung heute im osteuropäischen bis zentralasiatischen sowie im mediterranen Raum liegt. Großräumig gehört der Mainzer Sand zum Rest eines Flugsandgebietes, das sich einst von Gau-Algesheim über Ingelheim und Mainz bis nach Darmstadt und Heidelberg erstreckte.

Treffpunkt wird rechts neben dem Eingang zum ital. Restaurant im Sportpark in der Oberen Kreuzstr. in Mombach (gegenüber dem Schwimmbad) sein. (http://akumwelt.de/treffpunkt-am-sportpark-obere-kreuzstrasse-mombach/) Die Führung ist kostenfrei und dauert ca. 1,5 bis 2 Stunden. Spenden werden gern angenommen. Die Teilnahme an der Führung geschieht auf eigene Gefahr. Eine Haftung übernehmen wir nicht.

Anmeldungen werden erbeten unter 0 171 68 94 758 oder als E-Mail an:
a.stegmayer@gmx.de

Nach Absprache können von Gau-Algesheim aus Fahrgemeinschaften vereinbart werden.

 

Biotoppflege im Naturschutzgebiet Jakobsberg voller Erfolg
Problemgehölze: Bergahorn und Goldregen

Ockenheim. Insgesamt 136 Arbeitsstunden kamen bei einer gemeinsamen Biotoppflegeaktion von Schutzgemeinschaft Laurenziberg e.V. und der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR)
zusammen. Wie die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Dr. Annette Stegmayer erläuterte, war es richtig harte Arbeit für die 16 Frauen und Männer, die Steilhänge des Naturschutzgebietes von Sträuchern und Büschen zu befreien und das Material außerhalb der Offenbereiche abzulagern. Gerhard Weitmann, Experte für Naturflächenmanagement bei der GNOR, freute sich über das sichtbare Ergebnis. „Wir haben deutliche Teile des rund 7 ha großen Gebietes als Offenlandschaft wiederhergestellt und damit das Naturschutzgebiet in seiner Funktion als Halbtrockenrasen weiter ertüchtigt“, so Weitmann.

Die halboffenen Hänge am Jakobsberg bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum, darunter auch zahlreiche gefährdete und bedrohte Arten, die in den „Roten Listen“ geführt sind. Wichtige Kleinode in diesem Bereich sind die offenen Flächen, die nur mit Gras, Blumen und Kräutern bewachsen sind. Diese Flächen werden gemäht oder beweidet, die aufkommenden Büsche und Sträucher müssen zurückgedrängt werden. Mahd und Rückschnitte wurden unter anderem auch von den deutschen und französischen Teilnehmern des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ (FÖJ) durchgeführt. Die jungen Frauen waren bei der Pflegeaktion an vorderster Front mit dabei und sind Expertinnen im Umgang mit Kettensäge und Freischneider. Große Sorge bereiten den Naturschützern allerdings standortfremde Gehölze, wie etwa Bergahorn und Goldregen. Beide Arten enthalten giftige Bestandteile wie z.B. Samen, Rinde und Blätter und erschweren die Beweidung der Flächen, die naturschutzfachlich und wegen der steilen Hanglage angebracht wäre. Insgesamt war der körperliche Einsatz eine segensreiche Aktion zum Erhalt der Artenvielfalt auf dem Jakobsberg!

Fleißige Helfer bei der vedienten Mittagspause